[Rezension] Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek - David Whitehouse


bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: 21.02.2015
Verlag: Klett-Cotta (inkl. Leseprobe)
Preis: € 19,95 [D]
ISBN: 978-3-608-50148-3
Seiten: 315 Seiten
Sprache: Deutsch









Bobby Nusku fristet seine Tage damit, Haare, Kleidungsstücke und weitere Spuren seiner verschwundenen Mutter zu sammeln und zu archivieren. Er fühlt sich im Haus seines grobschlächtigen Vaters und dessen wasserstoffblonder Freundin ziemlich einsam, besonders nachdem sein einziger Freund Sunny eines Tages wie vom Erdboden verschluckt ist. Die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung und macht ihm Mut, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam mit dem sympathischen Outlaw Joe auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England. Im Gepäck haben sie nur das Nötigste: ihre Freundschaft und eine Menge guter Bücher... (Klappentext)

Ein relativ besonderes Buch bei dem eine Bewertung recht schwer fällt. Daher Schritt für Schritt:

Wirklich viel "reisen" ist es nicht wirklich. Der Titel und die Beschreibung lassen vermuten dass es sich um einen unterhaltsamen Roadtrip handelt. Eine verrückte Reise quer durch England? Eher nicht. Es gibt eigentlich nur zwei Stopps und das Ende.
Denoch ist es eine schöne Geschichte über Freundschaft und Familie, gewürzt mit sehr eigenen Charakteren.

Für einen 12-Jährigen ist Bobby gerade zu anstrengend kindlich und weltfremd. Die Sache mit seiner Mutter ist dem Leser von der ersten Seite an klar, doch Bobby lebt in seiner eigenen Welt. Ich persönlich fand das Realitätsfremde zeitweise störend. Die anderen Mitreisenden sind ebenfalls recht speziell aber gerade deshalb ist es spannend darüber zu lesen.

Ist faszinierend! Das Buch ist voll mit schönen Zitaten zu Freundschaft, Familie und dem Leben. Zwischen den schönen Formulierungen läuft die Geschichte recht ruhig vor sich hin genau wie der Schreibstil.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man den Kapiteltiteln widmen, welche zum Ende hin selbst in ein süßes Märchen verpackt werden. Das hat mir sehr gefallen.

Das ganze Buch ist eine Lobrede auf die Weltliteratur und wie viel mehr Bücher sind als einfach nur geschriebene Geschichten.

Eine einfallsreiche Geschichte die mich fasziniert hat. Auch wenn meine Erwartung über einen Roadtrip zu lesen enttäuscht wurden, kann das Buch einen fesseln wenn man sich darauf eingelassen hat. Ein Bewertungsherzchen extra ist allein für den Schreibstil und die Stilmittel.

"Bücher sind das Leben. Es gibt nicht nur den Teil, den du liest. Sie fangen schon lange vorher an. Und die gehen danach weiter." S. 138

"Der Tod ist nur ein Komma oder bestenfalls ein Doppelpunkt." S. 230

"Famile. Ein Puzzle aus Menschen." S. 244



Für mein Leseexpemplar möchte ich mich noch beim Tropen Verlag (Klett-Cotta) und Lovelybooks bedanken.



Kommentare:

  1. Hallöchen Nadine,
    schön, dass dir das Buch so gut gefallen hat! :) Ich habe es gerade einer lieben Bloggerfreundin von mir geschenkt und ich hoffe, dass sie genauso viel Spaß daran haben wird wie du. :D
    Ich bin schon sehr gespannt.

    Liebst, Lotta

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    1. Hallo liebe Lotta,
      es ist jetzt schon ein paar Tage her das ich das Buch beendet habe und es schwirrt mir noch immer im Kopf herum.
      Das spricht immer für ein gutes Buch bei mir:)
      Bin auch gespannt obs ihr gefällt.

      Liebst Nadine

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